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Retailmarkt Europa: Deutschland europaweit wichtigster Treiber

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Auch wenn dies einen Rückgang des Transaktionsvolumens um 25 Prozent im Vorjahresvergleich darstellt, bleiben Retail- hinter den Office- (anteilig 48 Prozent) und vor den Logistik-Investments (13 Prozent) mit einem Umsatzanteil von 16 Prozent die zweitwichtigste Objektart des gewerblichen Investmentmarktes. Dies ergibt der „Retailmarkt-Report Europa“ des Immobiliendienstleisters BNP Paribas Real Estate.

In den vergangenen zwölf Monaten belief sich das gewerbliche Investmentvolumen in den berücksichtigten europäischen Ländern auf 256 Milliarden Euro (minus 2,8 Prozent). Büro-Investments dominieren den Markt und konnten ihren Umsatz weiter um mehr als acht Prozent ausbauen, während das Resultat von Retail-Investments rund 13 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt liegt. Zurückzuführen sei diese vergleichsweise moderate Bilanz auf eine eher abwartende Haltung von Investoren hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung und des Wandels der Einzelhandelslandschaft, die angesichts der Ergebnisse der vergangenen Jahre zum jetzigen Zeitpunkt aber noch keinen Anlass für einen signifikanten Negativtrend gibt.

In Deutschland wurden in den vergangenen zwölf Monaten 9,8 Milliarden Euro (minus 31 Prozent) in Einzelhandelsimmobilien investiert – so viel wie in keinem anderen von BNP Paribas Real Estate untersuchten europäischen Land. Damit erreichen Retail-Investments in Deutschland mit 24 Prozent im europaweiten Vergleich einen überdurchschnittlichen Umsatzanteil. Auch in Großbritannien kann der Retail-Investmentmarkt nicht an sein Ergebnis aus dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum anknüpfen (5,8 Milliarden Euro; minus 34 Prozent). Dies habe mehrere Gründe: Hierzu gehören unter anderem zurückhaltend agierende Investoren aufgrund der gestiegenen Zahl an Insolvenzen im Einzelhandel sowie strukturelle Herausforderungen auf dem britischen Shoppingcenter-Markt. Die Unsicherheiten in Verbindung mit dem Brexit verschärfen die Situation zusätzlich. Nach einem verhaltenen Jahresauftakt verzeichnete Frankreich mit 4,7 Milliarden Euro insgesamt eine stabile Entwicklung (minus zwei Prozent). Angesichts der ausgezeichneten Vorjahresergebnisse in Spanien und Polen sei der Rückgang des Investmentumsatzes in diesen Ländern nicht verwunderlich: In Spanien wechselten Einzelhandelsobjekte im Umfang von 2,6 Milliarden Euro den Eigentümer, in Polen waren es rund 1,3 Milliarden Euro.

„Die anhaltend gute Nachfrage sorgt weiter für hohe Mieten in den europäischen Luxus-Einkaufsmeilen. Mit 2.283 Euro pro Quadratmeter monatlich bleiben die Old Bond Street in London und die Avenue des Champs-Elysées in Paris mit 1.833 Euro pro Quadratmeter monatlich die teuersten Einzelhandelslagen in Europa. Erwähnenswert ist jedoch insbesondere auch die exquisite Shoppingmeile Rue Staint-Honoré in Paris, die sich aktuell sehr positiv entwickelt”, sagt Patrick Delcol, Head of Pan European Retail bei BNP Paribas Real Estate. (DFPA/mb1)

Quelle: Pressemitteilung BNP Paribas Real Estate

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